Vom NABU Butjadingen eingeladen hielten wir, Karin Dörpmund und Anette Lennarz von der Initiative für nachhaltige Außenbeleuchtung Dark Sky Nord Bremen und Umzu, am 30.03.26 im Atrium, Strandallee Burhave unseren Vortrag.
Da das Thema Lichtverschmutzung ein breitgefächertes Querschnittsthema ist, wurden im Vorfeld vier Schwerpunkte gewünscht: Biodiversität, Natur-Schutzgesetze, Stadtplanung, Ressourcen- und Energiebilanz im Kontext des Klimaschutzes. Aufgrund des Umfangs der Präsentation fügten wir nach jedem Themenbereich eine Fragerunde ein. Das ermöglichte einen regen Austausch mit dem interessierten Publikum.
Wie wir es bereits so oft erlebt haben, kamen Rückmeldungen wie „Diese Zusammenhänge habe ich noch nie so gesehen!“ und auch konkreter „Da muss ich meine Gartenbeleuchtung bedenken!“. Eine Teilnehmerin meinte spontan: „Die Solarfackeln stelle ich jetzt nicht mehr auf!“ Denn das ist das Schöne bei diesem Thema Lichtverschmutzung: Ein jeder kann SOFORT etwas für unsere Gesundheit, für ein lebenswertes Habitat und zum Schutz der Artenvielfalt tun!

Ein Wehmutstropfen dieses Abends war allerdings, dass von den dreizehn ZuhörerInnen kein Anwohner oder politischer Entscheidungsträger anwesend war, obwohl der Organisator des Abends, Detlef Glückselig, für den Vortrag in den Medien Werbung machte. Was wir daraus ablesen können, ist, dass das ‚Thema‘ Lichtverschmutzung noch nicht die Relevanz im öffentlichen Diskurs einnimmt, wie zum Beispiel die Luftverschmutzung und die durch Lärm verursachten gesundheitlichen Schäden. Denn je mehr Privatpersonen ihre Rechte und je mehr Stadtplaner ihre Gesundheits- und Umweltfördernde Möglichkeiten kennen, desto eher wird die Freude am Leben und dem (Weltkulturerbe!) Sternenhimmel für uns und alle, die nach uns kommen, mehr geschützt.
Und doch: der Nabu Butjadingen/Burhave zeigte großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit der Dark Sky Nord. Dazu wurde auch die Entwicklung und Durchführung eines Wochenend-Workshops angedacht.
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