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Im Universum ist keine Angst

Ich bin in Dresden geboren – an einem heißen Sommertag im Juli – früh ehe die Sonne
aufging. „Komm mit nach Dresden“, hat meine Großmutter gesagt, „da wohnt Churchills
Großmutter, da passiert nichts.“ Sie war extra nach Bremen gekommen, um ihrer Tochter bei der
Geburt beizustehen – aber in Bremen fielen nachts Bomben auf Dächer von Wohnhäuser. „Komm
mit nach Dresden ..!“ Der Zug war am 1. Juli gedrängt voll, blieb stehen, immer wieder blieb er
stehen. Bei jedem Halt kam der Schaffner: „Geht es noch, junge Frau?“ Am 4. Juli 1942 wurde ich
geboren in einer kleinen Klinik in der Liebigstraße.

Heute ist der 23. Februar 2023. Heute ist alles anders – nicht Churchills Großmutter, nur ich:
Großmutter. Keine Bomben – hier. Frieden. Demokratie. Meinungsfreiheit. Haben wir doch! Oder
haben die Genossen ein Schloss vor dem Mund und werden gar nicht gefragt, wenn Papa Scholz
seine Marder in die Ukraine schickt? Also, wir Genossen von Schönebeck treffen uns heute – ich
will in kleinem Kreis sprechen über Meinungsfreiheit: Warum wurde am 14. Februar über meinen
Antrag zu ‚Meinungsfreiheit‘ nicht abgestimmt? Warum wurde die Begründung zu meinem Antrag
nicht für alle ausgedruckt? Meinungsfreiheit – haben wir doch! Ich werde doch gar nicht von der
Gestapo abgeholt, wenn ich darüber sprechen will – mit den Genossen!

Ich mache mich zu Fuß auf den Weg zur Schlosskate – da treffen wir uns – welche Meinung
habt ihr eigentlich zu den Waffenlieferungen in die Ukraine? – darüber denke ich nach auf dem
Fußweg: erst Fährgrund, dann Borchshöhe. Es ist kalt. Die Welt ist schwarz – nur irgendwo über
den Straßenlaternen, weit weg, leuchtet die Mondsichel wie eine einsame Straßenlaterne. Aber ich
habe mich im Datum geirrt, heute ist gar kein Treffen. Die Schlosskate ist dunkel. Erleichterung, ich
muss heute gar nicht streiten!

Ich gehe weiter – vorbei am Schönebecker Schloss. Die Welt ist hier licht ohne Straßenlaternen,
der Weg ist hell. Vor mir begleitet mein Schatten mich schwarz. Über mir – weit oben –
schwimmt der Mond in der Tiefe des Universums – unendliches Blau, besetzt mit Diamanten, mit
Sternen – nur wenige setzen sich durch gegen das goldene Halbrund Mond. Der beleuchtet Schloss,
Erde und Himmel, der Weg hell wie das Wasser, darüber zieht der Große Wagen sehr blass seine
Bahn – so wie gelegentlich winzige Lichtpunkte, Autoscheinwerfer hinter den Waldbäumen auf der
Straße nach Leuchtenburg.

Mir fällt ein – eine Sommernacht in der Provence – Sterne – vollkommen – unendlich viele
– Diamanten – blass leuchtende Perlen – große und kleine – ich liege im warmen Gras, ich höre
Zirpen, Zikaden – wie weit – unfassbar – Himmel und Erde – ich staune …

Es ist kalt. Mein Mantel hält mich wohl warm, aber ich will nach Hause. Ich zweige ab über
die Brücke – nun wandert mein Schatten über die Schattenzweige zu meinen Füßen auf
mondhellem Weg, Baumstämme steigen neben mir bis in winterlich blattloses Gezweig vor
leuchtendem Himmel – unendlich tief – blau. Dann Häuser. Erleuchtete Fenster – die Welt ist
wieder eng geworden und dunkel und hört auf in der Höhe von Straßenlaternen. Auf dem
Ziegenweg blendet mich ein Autoscheinwerfer.

Als ich 2014 nach Vegesack zog, nähte ich blickdichte Vorhänge für meine Fenster wegen
der Straßenlampen vom Fährgrund. Nachts will ich ruhig schlafen. Nachts fahren nur wenige Autos
– ihr Laut wird fast geschluckt von den Dreifach-Fenstergläsern. Eigentlich wollte ich auf keinen
Fall eine Straße vorm Fenster! Aber die Wohnung sprach zu mir, wurde mein Raum, trotz Straße.
Man gewöhnt sich an alles. Ich schlafe gut und lange. Einmal wache ich auf von einem Plopp –
Plopp – immer wieder, das dauert – ich neugierig: drüben landet mit Plopp ein Karton nach dem
anderen aus einem Lastwagen auf dem Fahrradweg. Gespenster zieht ein Afrikaner aus den Kästen,
nämlich wehende Plastik-Fahnen, die knüllt er zusammen. Was passiert da? Schnell ziehe ich mich
an, komme gerade rechtzeitig, um zu fotografieren, wie der aus Albanien die Leiter von seinem
blauen Leiter-Wagen hochkurbelt zur Straßenlaterne. Er spricht gut deutsch. Er lädt mich ein zum
Gottesdienst nach Woltmershausen, jeden Freitag, er will mich sogar mit dem Auto abholen. Ich
schreibe mir seine Handynummer auf, aber ich verspreche nichts. Tatsächlich benutze ich sie nie,
sehe auch nicht die www.Adresse von dem Afrikaner an – es gibt einfach zu viele interessante
Menschen hier mit Heimat weit weg. „Wir tauschen die Straßenlaternen aus“, erklären sie mir, „Sie
bekommen nun LED-Lampen, nachts taghell!“ Ich sage: „Das will ich gar nicht! Ich will doch
nachts schlafen!“ Tatsächlich haben die Scheinwerfer, die sie aus den Plastik-Gespenstern
entwickelt haben, das Plopp-Plopp-Werfen heil überstanden und beleuchten die Straße Fährgrund
seitdem deutlich weniger hell als ihre Vorgänger – beruhigend.

Aber wenn ich abends auf meiner Terrasse nach den Sternen sehe, muss ich mich vorsichtig
bewegen. Sonst springt der Bewegungsmelder an und schluckt alles, was der Lichtsmog über der
Stadt noch erscheinen lässt. Manchmal bewegt sich ein Stern ganz schnell über den Himmel, das ist
dann die ISS, ein künstlicher Stern, Menschen-gemacht, Fussballfeld-groß. Wenn ein Astronaut nach
einem halben Jahr Schwerelosigkeit ausgetauscht worden ist, lächelt er in die Kamera – glücklich
für die Pressefotografen – vom Tragesessel aus, mit dem er programmgemäß nun ins Krankenhaus
gebracht wird – wo sein Körperraum programmgemäß nun wieder justiert wird für das Dasein auf
Mutter Erde. Man kann ja alles machen. Man kann sich dabei auch ent-erden – krank werden –
macht doch nichts! – wir haben doch keine Angst!

Doch. Ich bin aus Fleisch und Blut. Ich habe Angst – vor allem wegen der Nachricht, dass
sie auf dem Mond nun suchen wollen nach Seltenen Erden – für LED – oder Handys – oder so. Wer
zuerst oben ist, der malt zuerst. Genossen, wir sind ent-erdet! Wir sind besoffen von dem, was man
machen kann! Krieg ist doch keine heilsame Entziehungskur! Der Krieg in Syrien nicht. Der Krieg
der Sterne auch nicht. Wir sind alle ent-erdet von den vergangenen Kriegen.

Übrigens, die Liebigstraße in Dresden gibt es noch – sie wurde nicht zerbombt 1945 in den
Feuernächten. Aber die kleine Klinik, in der ich zur Welt kam, habe ich 2013 nicht gefunden, nur
eine kleine Konditorei – einen Kaffee, ein Stück ganz süßen Kuchen. Bevor ich löffelte, ging meine
Seele fremd – erinnerte sich – mich – an meine Ankunft auf Mutter Erde – meine Seele ging fremd
– in einem unendlichen Sternenraum – verloren – ungeerdet – lange – ohne Angst –

Angst ist dort nicht, Angst ist verbunden mit Fleisch und Blut.
Suchen Astronauten ein Dasein ohne Angst? – schwerelos – ent-erdet? Vergeblich!

Angst war nicht in meinem Erinnern – sondern verlorenes Irren im Universum – unangesehen.
Meine Mutter hatte mich nicht angesehen, sie begrüßte mich nicht im Dasein.

Bis ich die Augen aufschlug, jetzt, 2013, in der Liebigstraße, bei Kaffee und tröstlichem Kuchen.
Ja. Meine Mutter hat mich dann doch angesehen, begrüßt, mich, das Mädchen. Nur ein Mädchen.
Nicht das Fritzchen, auf das sie sich gefreut hatte. Diese Freude ist Kraft für ein ganzes Leben – für
meinen Kampf um Meinungsfreiheit, jetzt, achtzig Jahre später. Genossen, wir können fast alles
machen. Wir können auch aufhören den enterdeten Machern zu glauben, dass sie unsere Angst im
Leben besiegen.

Wir müssen das Leben auf der Erde selbst wagen, jeder und jede für sich.
Das weite Universum ist immer da – über den Straßenlaternen, die unseren Raum einengen.

Heide Marie Voigt


Heide Marie Voigt hat mit ihrem Text “Sternenhimmel” eben falls den dritten Platz unseres MicroAmberFiction Schreibwettbewerbes gewonnen.

Die Künstlerin Isolde wanderte ziellos hinaus in die Dämmerung, sodann schlug sie den Weg zum Strand ein. Sie sah die Wolken ziehen, schmeckte die salzige Luft, hörte die ferne Brandung rauschen und die Wellen aufschlagen. Im feuchten Sand des Spülsaums zeichneten sich ihre Fußspuren ab. Einige der tiefen Fußabdrücke blieben zurück, andere verwischten die Wogen. Isolde empfand es als Spiegelbild ihres Lebens. Was würde dereinst von ihr bleiben, von ihrem künstlerischen Ausdruck? Diese tiefgründigen Gedanken beflügelten ihre Sinne. Sie wähnte sich im vollen Einklang mit ihrer Welt und gab sich den Wachträumen hin. So verlor sie sich in der Zeit.

Wind wehte von See her, fröstelnd zog sie den Jackenkragen höher. Dabei legte sie wie zufällig den Kopf in den Nacken. War sie bisher wie eine Traumwandlerin unterwegs? Wie eine Blinde? Die Nacht war hereingebrochen, sie bemerkte die Dunkelheit erst jetzt und wunderte sich angesichts des Sternenfunkelns. Mein Gott wie schön! Derart hatte sie den Nachthimmel nie erlebt, in ihrer lichtverschmutzen Großstadt.

Hier auf der Insel Juist, in der Schwärze der klaren Herbstnacht glänzte das schier grenzenlose Band der Milchstraße über ihr. Das magische Licht in voller galaktischer Prachtentfaltung zu erleben, empfand sie so majestätisch. Ihr war, als träumte sie immerzu. Dieses Bild berührte sie zutiefst. Sie kramte in ihren Erinnerungen, dort tauchte kein Zauber dieser Art auf. Wie gerne hätte sie den Geliebten an ihrer Seite, um diesen heiligen Augenblick mit ihm zu teilen.

Im Windschatten einer Düne setzte sie sich in den Sand und sah hinaus aufs Meer. Ließ das ewige Kommen und Gehen der Wellen auf sich wirken. Das Rauschen erschien ihr endlos wie der grenzenlose Nachthimmel über ihr. Ist es nicht von alters her überliefert, dass die Sternenkonstellationen für Menschenschicksale eine maßgebliche Bewandtnis haben? Der silbrige Schein des Mondes beleuchtete das Meer, reflektierte das Licht im Auf und Ab der Wogen. Ebbe und Flut, die anziehende Rolle des Erdtrabanten im kosmischen Spektakel kennen die Menschen der Meeresküsten genau.

Isolde erhob sich, klopfte den Sand aus den Kleidern. Ein letzter Blick noch in den Sternenhimmel. In jenem Augenblick bedauerte sie es, dass sie von Sternenkunde keine Ahnung hatte. Sie schob diesen Gedanken beiseite und überlegte, wie es ihr gelänge, die magisch einsame Nacht am Strand künstlerisch umzusetzen. Und überhaupt, hatte sie nicht eben herausgefunden, was das »Zauberland« ausmacht? Sie hatte ein Stückchen vom geheimnisvollen alten »Töwerland« erlebt!

Reingard Stein, 11. April 2023


Reingard Stein hat mit ihrem Text “Töwerland – Zaubernacht” den dritten Platz unseres MicroAmberFiction Schreibwettbewerbes gewonnen.

Atemlose Stille durchdrang die weite unendliche Landschaft.

Mein Atem gefror zu Eis.

Ich stand unter einem über und über funkelndem Nachthimmel und betrachtete das Firmament.

Solch einen Sternenhimmel hatte ich noch nie erblickt!

Ich war wie gebannt, verzaubert….

Der reine, klare Nachthimmel über Taizé war einfach atemberaubend schön.

Keine Straßenlaterne, kein Verkehr, keine erleuchteten Fenster störten dieses unglaubliche Bild.

Tausende und abertausende, ja, wohl Millionen von Sternen weit entfernter Galaxien strahlten dicht an dicht, funkelten, flackerten, manche als kleine weiße Punkte, andere leicht bläulich oder rötlich.

Wie es im unendlichen Weltall, auf fernen Planeten wohl aussehen mag?

Und eventuell andere Lebensformen?

Gerne wäre ich jetzt mit Warpgeschwindigkeit durch den Raum geflogen oder hätte mich in fremde, unbekannte Welten bebeamt. Oder würde einen Blick durch ein riesiges Teleskop werfen. Was ich dann wohl erblicken würde?

Mein Herz wurde ganz still und ruhig, ja, ehrfürchtig über der gewaltigen Schönheit des millionenfach wie Diamanten glitzerenden Sternenhimmels.

Für immer schloss ich diesen Anblick in mein Herz ein, ein Bild für die Ewigkeit!

Die Zeit stand still.

Brigitte Schweizer 10/01/23


Brigitte Schweizer hat mit ihrem Text “Sternenhimmel über Taizé” den zweiten Platz unseres MicroAmberFiction Schreibwettbewerbes gewonnen.

Falko gähnt. Er hängt noch kopfüber in seinem Kasten. Zeit loszufliegen, denkt er sich und
streckt seine Flügel aus. Die Fledermaus streckt den Kopf aus ihrem Quartier und schaut
sich in dem Schrebergarten um. Der neue Besitzer hat alles verändert: Büsche und wilde
Sträucher mussten seinen penibel angelegten Hochbeeten weichen, abgedeckte Beete
stehen, wo vorher leckeres Unkraut blühte, junge Kirschloorbeerpflanzen säumen den
Zaun. Sie sollen bald groß und immergrün den Blick in den Garten erschweren. Am
schlimmsten aber sind die Solar-Lichterketten. An der Laube und am Rosenbogen hängen
weiße Lampignons, die sich tagsüber aufladen, um dann die ganze Nacht hindurch zu
leuchten. Falko würde am liebsten umziehen, aber es ist nicht so einfach, eine neue
Bleibe zu finden. Das neue, nächtliche Licht verwirrt ihn. Letzte Woche wollte er tagsüber
losfliegen, weil er dachte, das Licht der Sonne sei nur das Licht der Lampignons und in der
Woche davor schlief er mitten in der Nacht wieder ein, weil er dachte, es sei Tag. Auch
heute fühlt er sich nicht wirklich fit, aber er ist hungrig. Los geht’s, denkt er und versucht
sich die dickste Motte zu schnappen. Wieder blendet ihn das Licht und anstatt die Motte
zu erwischen, fliegt er mit Karacho gegen den Giebel der Gartenlaube. Bewußtlos fällt er
zu Boden.

Sogleich versammeln sich aufgeregt die nachtaktiven Tiere um ihn herum. „Ist er tot?“,
fragt der Gartenschläfer. „Nein, zum Glück nicht“, antwortet der Igel. Der Marder ballt die
Fäuste und schimpft auf den Schrebergärtner. Während der Hamster sich über Falko
beugt und seine Stirn kühlt, rufen die Waschbären entschlossen: „Wir machen das schon!“
Sogleich flitzen sie Richtung Rosenbogen und reißen im nächsten Moment die
Lampions ab. Die anderen Tiere jubeln und klatschen Beifall. „Endlich wieder unsere
dunkle Nacht!“, freuen sie sich. Auch die andere Lichterkette wird vernichtet. Nun leuchten
nur noch die glitzernden Sterne und eine schmale Mondsichel. Langsam erholt Falko sich.
Seine Stirn schmerzt, aber die wohltuende Dunkelheit umhüllt ihn beruhigend. Als die
Morgendämmerung einsetzt, ziehen sich die Tiere in ihre Verstecke zurück. Alle sind
hoffnungsvoll, dass dies ein erholsamer Tag wird und die Nächte ab jetzt wieder
nachtschwarz sein werden.

Der Schrebergärtner kommt am nächsten Tag erst gegen Abend in seinen Garten. Als es
dunkel wird, bemerkt er zum ersten Mal die Sterne am Nachthimmel. Er ist fasziniert und
legt sich in dass Gras, um besser in den Himmel gucken zu können. Was für ein Glück ich
doch habe, denkt er und schläft ein, während Falko und seine Freunde zufrieden ihre
Nacht genießen.

Nina Brünner, April 2023


Nina Brünner hat mit ihrem Text “Falkos Sturz” den ersten Platz unseres MicroAmberFiction Schreibwettbewerbes gewonnen.

Hallo liebe Freunde der Nacht.

Wenn auch mit etwas Verspätung (wir hatten ja den 13. August angekündigt) möchte ich euch mitteilen, dass die Ergebnisse des MicroAmberFiction Schreibwettbewerbes fest stehen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden bereits von uns entsprechend benachrichtigt.

Wir bedanken uns bei allen Einsenden für die Teilnahme und hoffen, dass wir auch beim nächsten mal wieder so tolle Einsendungen bekommen werden, auch wenn es nicht alle in die Endauswahl geschafft haben.

Doch jetzt genug der Worte von mir. Hier kommen die Gewinnertexte:

1. Platz: Falkos Sturz von Nina Brünner
2. Platz: Sternenhimmel über Taizé von Brigitte Schweizer
3. Platz: Töwerland – Zaubernacht von Reingard Stein
3. Platz: Sternenhimmel von Heide Marie Voigt

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Die Dark Sky Nord wurde mal wieder in einem Artikel im Weser Kurier erwähnt.

Wer den Artikel online lesen möchte, kann ihn hinter einer Paywall direkt beim Weser Kurier lesen:
LED-Laternen: Fluch oder Segen für die Natur?

Foto: Karin Dörpmund – 11.10.2018 in Hamburg

In Zeiten der Energiekrise rückt die Nacht wieder in unseren Fokus. In der Sendung “Die Macht der Nacht” in der Reihe “Twist” auf ARTE begegnen wir allerdings oder endlich (?) der magischen Seite der vergessenen zweiten Tageshälfte.

In dem Beitrag “Die Macht der Nacht” zeigen uns KünstlerInnen die inspirierenden Seiten der Nacht: der Vibraphon-Musiker Pascal Schumacher schickt uns mit seinem Album “Luna” in die Sphären unseres Erdbegleiters, die Lichtkünstlerin Giny Vos und die Performance-Künstlerin Anne Imhof zeigen uns ihre Schöpfungen und die niederländische Schriftstellerin Anna Woltz erzählt von Ihren neuesten Werk Nächte im Tunnel und ihre Sicht auf die Nacht.

Dass fantastische Fotografien in der Nacht entstehen können, zeigt auch der Fotograf Oskar Schlechter in Leipzig mit seiner neuen Fotoserie „Darkless“. Er lässt uns die Schönheit der Nacht durch seine Fotos der Milchstraße erleben, aber verweist auch auf die Lichtverschmutzung, durch die wir uns selbst des atemberaubenden Erlebnisses, das Weltkulturerbe Sternenhimmel, berauben. “Darkless” wird zu einem Plädoyer unseren exzessiven Lichtkonsum zu überdenken und uns für die Magie, die Schönheit und die beruhigenden Eigenschaften der natürlichen Dunkelheit wieder zu entscheiden.  

( / English version, see below)

Willkommen auf der dunklen Seite der Nacht

Halten Sie Ihre Ideen und Vorstellungen über die natürliche Dunkelheit und die Schönheit der Nacht fest.

Packen Sie sie in emotionale, tiefsinnige, originelle, heitere und/oder dramatische MicroAmberFiction!

Warum MicroAmberFiction?

Micro: Wir haben uns für unseren ersten literarischen Wettbewerb Kurzgeschichten vorgestellt.

Amber: Die Dark Sky Nord wünscht, das Thema ALAN – artificial light at night – oder auch Lichtverschmutzung weiter in das Blickfeld zu rücken (lesen Sie sich bitte auf unserer Homepage kreuz und quer durch die Artikel und gehen Sie auch zu den Partnerseiten). Dazu gehört für uns die ‘Lichtfarbe’ Amber, die wir mit einer Farbtemperatur mit ca 2.200 Kelvin verorten.

Die Texte sollen dementsprechend max. 2.200 Zeichen (ohne Leerzeichen) lang sein.

Fiction: ALAN wird sofort mit Biodiversität, Technologie, Gesundheit etc, also mit naturwissenschaftlichen Themen in Verbindung gebracht. Doch das Verständnis für unser Weltkulturerbe ‘natürlich dunkler Nachthimmel’ wollen wir jetzt auch über Geschichten vermitteln.

Und dafür brauchen wir Ihre Kreativität.

Was ist ALAN genau?

ALAN oder auch Lichtverschmutzung ist ein noch unterschätztes Phänomen unserer so genannten 24/7 Gesellschaft, die die Nacht zum Tag macht: Carpe Noctem.

Nur sehr langsam werden wir uns der Auswirkungen z. B. auf die Gesundheit, die Biodiversität, den Energieverbrauch, das Weltkulturerbe bewusst. Durch die ‘Energiekrise’ ist die künstliche Beleuchtung in der Nacht sozusagen über Nacht zu einem Thema geworden, das ein Einsparungspotenzial verspricht, aber auch mit dem Verzichtsnarrativ eng gekoppelt ist.

Die natürliche Dunkelheit ist ein Refugium für nachtaktive Lebewesen und der Erholungsraum für die tagaktiven Geschöpfe. Sprechen wir allerdings über die Dunkelheit, dann verbinden wir sie unvermittelt mit Gefahr, Rückständigkeit, Boshaftigkeit (dunkle Gedanken), Kriminalität und Verzweiflung. Schnell ist jemand ‘umnachtet’ oder dumm wie die Nacht. Ereignisse werfen einen dunklen Schatten voraus und passiert uns etwas Unangenehmes, sprechen wir von den Schattenseiten des Lebens.

Und was ist mit der Schönheit der natürlichen Nacht?

Rilke wusste es. Novalis auch.

Keiner spricht von der Dunkelheit am Ende des Tunnels, niemand wagt es, dort hineinzutreten. Keiner schreibt Epen über glorreiche Ritter des dunklen Grals, niemand träumt von Heldentaten zum Schutz der umhüllenden Nacht, der Ruhe und dem Frieden für die Augen und der Seele, dem heilenden Schlaf in der natürlichen Dunkelheit.‘ (s. Blog – fiction: Die beruhigenden Eigenschaften der Dunkelheit)

Wir haben unsere Verbindung zur natürlichen Dunkelheit auch in unserer Sprache verloren.

Und deshalb laden wir Sie ein, der Nacht positive Konnotationen zu schenken und die zweite Tageshälfte in Texten zu ihrer Schönheit zurückzuführen.

Natürlich darf die/der AutorIn kontrastieren, d. h. auch Geschichten mit ‘schweren’ Themen sind erwünscht. Doch vergessen Sie bitte nicht umzudenken.

Was gibt es zu gewinnen?

  1. Der wichtigste Preis: Sie werden als WegbereiterIn ein unterschätztes Thema vielen Menschen näherbringen und betreten ein neues Podium im Bereich Fiction. Durch die Veröffentlichung auf unserer Homepage wird eine breite Leserschaft Ihr Werk kennenlernen. Und auch auf unseren Vorträgen werden wir Ihre Geschichte, Ihre Sicht auf die Schönheit der Nacht den Menschen näherbringen.
  2. Der erste Preis ist eine Sternenführung mit Sabine Frank im Biosphärenreservat Rhön (von der International Dark Sky Association (IDA) anerkannter Sternenpark). Sabine Frank ist Sternenparkkoordinatorin im Biosphärenreservat und eine Verfechterin der natürlichen Dunkelheit. Sie berät überregional Städte, Kommunen und Gemeinden die öffentliche und auch die private Beleuchtung nachhaltig zu gestalten und unterstützt viele Organisationen aus dem Dark Sky Bereich mit ihrer Kompetenz.
  3. Der zweite Preis ist das Buch des Astrofotografen Bernd Pröschold: Reiseziel Sternenhimmel: Die dunkelsten Beobachtungsplätze in Deutschland und Europa. Bernd Pröschold ist einem größeren Publikum durch astronomische Zeitraffervideos bekannt geworden. Er arbeitet mit einer Technik, die unter dem Schlagwort “Holy Grail Timelapse” bekannt wurde. Er ist Mitglied im Fotografennetzwerk TWAN (The World at Night).
  4. Der dritte Preis ist eine Semlos Leselampe, Augenschutz Bernstein Klemmlampe für ein augenschonendes Schreiben und Lesen und einen sich anschließenden gesunden Schlaf.

Rahmenbedingungen

Eingereicht werden kann pro TeilnehmerIn nur ein bisher nicht in einem Printmedium oder digital veröffentlichter Text.  

Zu Ihrem Beitrag senden Sie bitte eine kurze Vita ein (u. a. mit Namen, bisheriger literarischer / künstlerischer Werdegang, Bezug zu den Themen Dunkelheit – Nacht – Astronomie – Webseite etc.), die bei einer Veröffentlichung mit abgedruckt werden kann/soll. Eine anonyme oder die Veröffentlichung unter Pseudonym ist aber auch möglich. Bitte teilen Sie es uns mit.

Zudem senden Sie bitte separat, rein für die interne Verwendung, Ihre Kontaktdaten mit: Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und auch nochmal den Titel Ihres MicroAmberFiction-Beitrags zur besseren Zuordnung und Arbeitserleichterung.

Mit der Teilnahme an dem Wettbewerb versichern die TeilnehmerInnen, dass der eingesandte Beitrag selbst verfasst ist und keine Rechte Dritter verletzt werden. Des Weiteren erklären sich die TeilnehmerInnen damit einverstanden, dass der Textbeitrag (im Ausschnitt oder komplett – zu Werbezwecken) auf der Homepage der Dark Sky Nord – Bremen und Umzu – Initiative für nachhaltige Außenbeleuchtung und andere Medien (z. B. unserem Werbeflyer, Roll-Ups) und auf Vorträgen veröffentlicht wird. Es verbleiben alle Rechte bei den AutorInnen. Der Dark Sky Nord wird lediglich ein nichtexklusives Abdruckrecht (print – Werbeflyer – digital – Homepage) eingeräumt, räumlich und zeitlich unbegrenzt. Die AutorInnen können also weiterhin über den eigenen Text ansonsten frei verfügen.

Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Stellungnahmen zu einzelnen Texten geben werden.

  • Die Text-Beiträge bitte ausschließlich als WORD-Dokument elektronisch einsenden – kein PDF
  • 2.200 Zeichen (nicht Wörter, das war leider ein Fehlerteufel in der Kurzfassung) – OHNE Leerzeichen
  • Schriftart: Segoe Ul
  • Schriftgröße: 12 pt
  • Zeilenabstand: 1,5
  • Ohne Zeilen-Nummerierung

Einsendeschluss: 20. April 2023 (Neumond),

E-Mail-Adresse: amber-fiction@darksky-nord.de

Die Bekanntgabe der Gewinner wird am 13. August 2023 erfolgen.

(Zum Thema Amber: Unter 2200 Kelvin ist die Energieeffizienz zur Zeit noch nicht gut. 1700 Kelvin gibt es zwar auch und wäre für äußerst naturnahe Bereiche möglich, trotz schlechter Effizienz, aber allgemein und für Siedlungen sollte man nicht niedriger als 2200 Kelvin gehen.)

MicroAmberFiction – New Competition

Welcome to the Dark Side of the Night

Capture both your ideas and imagination about natural darkness and the beauty of the night.

Wrap them up in emotional, deep, original, light-hearted and/or dramatic MicroAmberFiction!

So, why MicroAmberFiction?

Micro: For our first literary competition, we will focus solely on short stories containing a maximum of 2,200 characters (without spaces).

Amber: Dark Sky Nord aims to bring the issues of ALAN (artificial light at night) and light pollution further into the focus of public attention. Important to the subject of light pollution is the ‘light colour’ amber, which we define with a colour temperature of around 2,200 Kelvin. For more information and articles on light colour and light pollution, please visit our homepage and partner sites!

Fiction: ALAN is often directly associated with scientific topics such as biodiversity, technology, health, etc., but we also understand that stories told through literature play an important role in broadening our understanding of world cultural heritage ‘naturally dark night skies’.

And for that, we need your creativity!

What is ALAN, exactly?

ALAN is a vastly underestimated and misunderstood product of our 24/7 society and only slowly will we become more aware of the increasing effects of this phenomenon on, for example, human health, biodiversity, energy consumption and world heritage. Yet, perhaps the most significant consequence of ALAN is already blindingly clear – over the last century we have come closer than ever before in turning night into day (Carpe Noctem). Interestingly, as a result of our current energy crisis, ALAN has become a major topic-of-interest in the west (seemingly overnight) by representing a cost-saving solution to the problem of mass energy shortages.

Natural darkness offers a refuge to nocturnal animals and a time of rest to others. However, when we talk about darkness, we immediately associate it with danger, backwardness, dark thoughts, crime, and despair. In German, someone can be ‘dumb as the night’. We also describe events as ‘casting a dark shadow’ and, when something unpleasant happens to us, we talk about the ‘dark side of life’.

And what about the beauty of the natural night?

Rilke knew it. Novalis too.

‘No one speaks of the darkness at the end of the tunnel, no one dares to step into it. No one writes epics about glorious knights of the dark grail, no one dreams of feats to protect the enveloping night, the stillness and peace of the eyes and soul, the healing sleep in the natural darkness.’ (see blog – fiction: The Soothing properties of darkness – up till now only the German version is available: Die beruhigenden Eigenschaften der Dunkelheit )

We have lost our connection to natural darkness in our language as well.

And that’s why we invite you to give positive connotations to the night and to return the second half of the day to its beauty in texts.

Of course, the author may use contrast which means that stories with ‘severe’ themes are also welcome. But please don’t forget to rethink.

What is there to win? What about the prize?

  1. The most important prize: As a pioneer in light pollution fiction, you will help bring a fringe topic in environmental concern closer to many people and also help to establish a new podium in the field of fiction. Via our homepage, a broad readership will get to know your work! And in our lectures, we will bring your story – your unique view of the beauty of the night – to the people.
  2. First prize: A star tour experience with Sabine Frank in the Rhön Biosphere Reserve – recognized by the International Dark Sky Association (IDA) as a star park. Sabine is the star park coordinator at the biosphere reserve and an advocate for natural darkness. She advises cities and municipalities nationwide on how to make public and private lighting sustainable and supports many organizations in the Dark Sky area with her expertise.
  3. Second prize: The book Destination starry sky: The darkest observation sites in Germany and Europe by astrophotographer Bernd Pröschold. Bernd became known to a larger audience through astronomical time-lapse videos. He works with a technique that has become known under the catchphrase “Holy Grail Timelapse”. He is a member of the photographer network TWAN (The World at Night).
  4. Third prize: A Semlos reading lamp – an amber reading/writing clamp lamp which promotes healthy sleep by being easy on the eyes.

General Conditions

Only one text may be submitted per participant. This text cannot have been previously published in print or online.

Please send a short CV with your contribution containing, amongst other things, your name, a link to your website, details and dates of your literary/artistic career, and references to the topics of darkness, night, and astronomy in your work. This information may be published with your writing. Anonymous publication or publication under a pseudonym is also possible! Please let us know.

In addition, please send your contact details to usseparately, for internal use: this includes your name, address, e-mail address, telephone number and the title of your MicroAmberFiction contribution! This information helps us greatly.

By participating in this competition, participants ensure that the submitted contribution was written by them and that no rights of third parties are violated. Furthermore, participants agree that the text (in part or in full) may be published on the website of Dark Sky Nord – Bremen and Umzu – Initiative for Sustainable Outdoor Lighting (https://www.darksky-nord.de), as well as in public lectures and distributed media (advertising flyers, roll-ups, etc.). All rights remain with the authors. Dark Sky Nord is only granted a non-exclusive right to distribute texts (in print via advertising flyers and digitally on our homepage). This right is unlimited in terms of space and time. Authors are therefore free to distribute their own text.

There is no entitlement to a fee.

Please understand that we will not comment on individual texts.

  • Text contributions must be sent electronically as a Word document – not PDF
  • 2,200 characters (not words) – NO spaces
  • Font: Segoe Ul
  • Font size: 12 pt
  • Line spacing: 1.5
  • Without line numbering

Deadline: April 20, 2023 (new moon),

Email address: amber-fiction@darksky-nord.de

Winners will be announced on August 13, 2023.

(On the subject of amber: Energy efficiency is currently not good below 2200 Kelvin. 1700 Kelvin also exists and would be possible for extremely natural areas, despite poor efficiency, but in general and for settlements one should not go lower than 2200 Kelvin.)

Santiago de Chile – Sky Costanera – Juli 2018 – Foto: Lutz Dörpmund

Es war weit nach Vierundzwanzig Uhr. Der Lärm von bremsenden Autos und Bussen auf nassem Asphalt, anfahrenden LKWs, von lärmenden Menschen, die aus den Clubs, Theatern und Kinos kamen, ihr Lachen, ihre Schritte, ihr Rufen, krabbelte wie Trolle genauso unbarmherzig wie das künstliche Licht der nicht abgeschirmten Laternenflut der Stadt die Fassade hoch hinauf in die Räume eines Visual-Loft.

Die Lichtinstallationen an den Glaswänden der umliegenden Hochhäuser imitierten abwechselnd Wasserfälle unter einem Regenbogen und Schriftzüge weltumspannender Markendesigner von Skybeamern gezeichnet. Auch Sky Costanera leuchtete dem stellaren Lichtkunstparcour hoch über der Stadt entgegen, bereit es mit ihm aufzunehmen, gewann den ungleichen Zweikampf mit dem Himmel und weichte die astralen Strukturen zu einer pastösen Masse auf. Das Orange der Natriumdampflampen auf den Straßen der Vergangenheit musste schon vor einigen Monaten sein Haupt vor der neuen Leuchtdiodenlichtzeit neigen, löste sich auf und verschwand genau wie der Himmel – spurlos. Die Moderne unterstand jetzt dem Regime der Energieeffizienz, der großen Hure Rebound. Ganz Santiago, wie alle Großstädte der Welt, stand im Skyglowverbund der planetaren illuminierten Netzwerke und sog alles um sich herum unbarmherzig in den Lichtsmog ein.

Die Lichtfluter in Seths Visual-Loft ließen die Wände in Blau- und Rottönen erzittern. Die Fotografien von glänzenden Orten und glänzenden Menschen wurden von violetten Leuchtstreifen umrahmt. Auf dem Flur, im Bad und im Schlafzimmer waren es Grün-, Orange- und Gelbtöne, durch dezent versteckte Bodenstrahler präzis an die Decke projiziert, die sich selbstbewusst der Kakophonie des eindringenden Lichtspektakels der Stadt entgegenstellten, um zu dominieren.

Hier residierte Seth, der Farbwechsler, das Chamäleon der Moderne.

weiterlesen…

Wir engagieren uns seit einiger Zeit im Bereich der Lichtverschmutzung.

Die anstehende Erneuerung der ausgefallenen Straßenlampe (Roggenkampsweg in Bremen) haben wir zum Anlass genommen am 15.10.22 einige Messungen durchzuführen.

Der weltweite LED-Trend hat in den letzten zehn Jahren das Problem der Lichtverschmutzung verschärft. Das liegt daran, dass LEDs kurzwelliges (blaues) Licht emittieren. Dadurch kann der Schlaf-Wach-Rhythmus von Menschen und vielen Wildtieren gestört werden.

§ 3 Abs. 2 BlmSchG (Bundesimmissionsschutzgesetz): (künstliches) Licht, welches auf Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter einwirkt, ist eine Immission. (Also, wenn künstlich, meistens leider eine Lichtverschmutzung.)

Bundesnaturschutzgesetz: NEU seit Juni 2021 – § 41 a – Schutz von Tieren und Pflanzen vor nachteiligen Auswirkungen von Beleuchtungen. (Auch Lichtverschmutzung führt zu Artensterben!)

Das Land Bremen installiert neue Lampen mit max.(?) 3000 Kelvin. – Leider wird dabei oft nicht auf das Lichtspektrum geachtet. Sprich, der schädliche Blauanteil ist noch vorhanden. – Ebenfalls wird die Lichtintensität vernachlässigt. Sie sollte laut wissenschaftlichen Untersuchungen bei Hauptstraßen zwischen 7,5 und 15 Lux und bei Anwohnerstraßen bei max. 3 Lux liegen.

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